Chronik:Seite VIII

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Auch das Pfarrarchiv Kospoda hat nur geringe Beiträge, bessere aber für die Ortsgeschichte zu vermitteln vermocht. Benutzt wurden hier die Kirchenbücher ab 1600 und die Kirchrechnungen der Jahre 1603 bis 1850. Eine von Pfarrer Nagel um 1854 angelegte Ortschronik hat dann für das 19. Jahrhundert und in der Fortsetzung von Pfarrer Haase (seit 1897 bis 1921) auch für das 20. Jahrhundert Material für die Geschichte des Ortes ergeben. Vom Pfarrarchiv des Ortes wurden ferner benutzt die hier befindlichen vier Familienregister der vereinigten Dorfschaft Kospoda-Meilitz (4 Bände) und betreffs schulicher Nachrichten die von Pfarrer Alfred Haase im Jahre 1912/13 angelegte Schulchronik, die indes Nachrichten vom Jahre 1805 ab vermittelt. (Ergänzt durch die Eintragungen des Lehrers Meißner.)

Das Pfarrarchiv Neunhofen - der Ort war einst die Urpfarrei des gesamten Gebietes um Neustadt - bot in zwei Bänden eines alten lateinischen Zinsregisters, von 1489 bis 1523 reichend, wertvolle Einzelheiten (Flurnamen, Familienverzeichnisse) zur Ritterguts- und Wirtschaftsgeschichte, aber auch zur Ortsgeschichte des Kirchspiels Kospoda-Meilitz und der Orte Weira, Kleina und Steinbrücken. (Kleina ist bis 1825, Steinbrücken bis 1915 Filial von Kospoda gewesen.) Ein Neunhofner Zensitenregister von 1640 vermittelte Aufschlüsse für die Zeit des großen Religionskrieges.

Auch die ältesten Kirchenbücher von Neustadt a.d. Orla (ab 1551) und Weira (ab 1600) wurden von mir eingesehen. Sie ergaben Nchrichten über die Kirchen- und Pfarrgeschichte von Kospoda und Weira und die Filialdörfer Kleina und Steinbrücken. Einzelnachrichten über die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, aber auch der späteren Zeit, gewann ich aus den bereits 1592 beginnenden Weiraer Gemeinderechnungen.

Für die älteste Geschichte des Rittergutes Kospoda (sie ist bis 1120 urkundlich zu verfolgen) kamen, abgesehen von Hilfen, die die Flurformen- und Flurnamenforschung bot, die Archivalien des Hauptstaatsarchivs in Dresden in Frage, das für die ersten Jahrhunderte der Rittergutsgeschichte an der Hand seiner Urkundenbestände und alten Kopialbücher bemerkenswerte Einzelaufschlüsse über die Geschlechter von Kospoth, von Hain und von Blankenberg zu geben vermochte und damit eine Klärung der ältesten Besitzverhältnisse des Herrengutes ermöglichte. Mehrere Originalurkunden (Nr. 42, 47, 4641, 5363, 6378) sind von da verarbeitet worden. Benutzt wurden u.a. die Kopialbücher 26, 31, 37, 40, 42, 47 und 48, die Cramerschen Extrakte, alte Verzeichnisse der Jahre 1378 (Loc. 4333) und ein Stammbaum der Kospoths aus dem 18. Jahrhundert usw. Einzelnachweise in den Fußnoten des Textes! Die beigegebenen Abbildungen der Urkunden vom Jahre 1120, 1136 und 1179 stammen aus Dresden.